Ferienwohnung fotografieren – So klappt es richtig!

Drei Tipps wie Sie Ihre Ferienwohnung fotografieren sollten!

Der erste Eindruck ist entscheidend darüber, ob ein Interessent auf Ihre Anzeige klickt oder nicht. Bei sehr vielen Konkurrenten kann dies ein entscheidender Faktor sein, ob ein Interessent Ihr Angebot in Anspruch nimmt oder nicht. Um es zu verdeutlichen: gute Fotos verkaufen sich einfach besser! Eine Anzeige mit einfachen 0815 Bildern wird sicherlich nicht so sehr die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie eine Anzeige mit professionellen Bildern. Aber auch wenn man nicht direkt einen Architekturfotografen beauftragen möchte, kann man als Laie mit ein paar wenigen Tipps durchaus bessere Fotos erstellen.

Hell ausgeleuchtete Räume

Ein essentieller Punkt bei der Interieur Fotografie ist die richtige Beleuchtung. Was vermitteln dunkle Räume? Richtig, dunkle Räume erinnern mehr an Kellerräume als an Wohnräume und sie vermitteln ein gewisses unbehagen. Zusammengefasst vermitteln sie dem Betrachter kein gutes Gefühl. Achten Sie daher unbedingt auf hell ausgeleuchtete Räume, diese wirken sehr viel freundlicher und lebendiger – einfach einladender. Erstellen Sie Ihre Bilder unbedingt bei Sonnenschein, idealerweise am Vormittag oder am Nachmittag. Vermeiden Sie das harte und grelle Mittagslicht und vermeiden Sie Aufnahmen mit dunklen Wolken. Dunkle Wolken im Hintergrund sorgen beim Betrachter unbewusst für ein negatives Gefühl.

Auch wenn man denkt, ein Blitz kann bei der Ausleuchtung helfen, vermeiden Sie es in Räumen zu Blitzen! Meistens wird dadurch zwar der vordere Bereich im Bild richtig belichtet, oder sogar überbelichtet, aber der hintere Bereich ist entsprechend viel zu dunkel. Ein gleichmäßig ausgeleuchteten Raum kann man mit Hilfe von HDR Aufnahmen erstellen. Viele Digitalkameras oder auch Smartphones besitzen diese Funktion. Bei einer HDR Aufnahme werden mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten erstellt, diese werden dann automatisch per Software zusammengefügt und als Resultat erhält man ein korrekt ausgeleuchtetes Bild. Für einen Fotografie Laien ist das also die optimale Möglichkeit, hell ausgeleuchtete Räume zu fotografieren.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, schauen Sie sich dazu bitte das obige Beispielbild an. Obwohl die Sonne in den Raum hineinstrahlt und die Fenster sehr hell sind, hat der Raum trotzdem eine perfekte Ausleuchtung. Alle Details sind einwandfrei erkennbar und weder Über- noch Unterbelichtet.

Entfernen Sie störende Elemente

In der oben dargestellten Aufnahme, sehen Sie eine Küchenzeile, ohne viel Schnick Schnack. Versuchen Sie sich bei Ihren Aufnahmen auf das wesentliche zu konzentrieren. Zu viele Details im Bild lassen die Aufnahmen unruhig wirken und lenken ab. Entfernen Sie vor Ihren Aufnahmen Details wie Reinigungsmittel, Kosmetika, freiliegende Kabel, o.ä. ein Küchentuch, eine Spülmittelflasche oder ein Topf auf dem Herd, gehören zwar in jede Küche, haben aber auf Fotos nichts zu suchen. Räumen Sie solche Gegenstände vor dem erstellen Ihrer Fotos einfach beiseite. Auch persönliche Gegenstände wie Familienfotos, Urkunden oder Ihre FC Bayern München Fansammlung gehören nicht auf Ihre Fotos. Zwar können diese Elemente noch nachträglich mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen entfernt werden, allerdings ist dies selbst für einen Profi sehr mühsam und zeitaufwendig.

Gerne können Sie jedoch auf Dekorationen zurückgreifen, wie eine Obstschale in der Küche, eine Flasche Wein mit Gläsern auf Ihrem Esszimmertisch, frische Handtücher im Bad, o.ä. Achten Sie primär auf eine dezente Dekoration, die weder übertrieben noch aufdringlich wirkt. Lieber etwas weniger Dekoration verwenden als zu viel unnötige Utensilien, die vom wesentlichen Ablenken. Ich bin mir sicher, Sie finden die richtige Balance zwischen passender und unpassender Dekoration.

Vermeiden Sie stürzende Linien

Immer wieder stoße ich auf Aufnahmen mit schrägen Wänden oder Kanten. Aus der Sicht eines Architekturfotografen ist dies eine wahre Todsünde, stürzende Linien entlarven Sie als Laien! Optisch betrachtet denkt der Betrachter der Raum oder die Wand droht einzustürzen, obwohl das natürlich nicht der Realität entspricht. In der dargestellten Beispielaufnahme, sind die Kanten der Fenster oder dem Schrank exakt vertikal ausgerichtet. Sie können dies jedoch ganz einfach realisieren in dem Sie folgendes beachten.

Positionieren Sie sich in einer Ecke des Raumes, sodass Sie mindestens zwei Wände durch den Sucher Ihrer Kamera oder auf Ihrem Bildschirm am Smartphone sehen. Nun halten Sie die Kamera exakt gerade, d.h. die Kamera ist weder nach vorne, noch nach hinten geneigt. Richtig angewendet, werden Sie dadurch keine stürzenden Linien mehr haben. Sie können nun noch gerne die Höhe der Kamera variieren, aber keinesfalls dürfen Sie die Kamera kippen. Übrigens, um den Raum optimal zu fotografieren, fotografieren Sie von der halben Raumhöhe aus.

Waren diese Tipps hilfreich für Sie? Gerne können Sie mir ein Kommentar hinterlassen und mir Ihr Feedback mitteilen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.